Fischfreundliches Schleusenmanagement

Der Abschlussdeich ist eine Barriere für Fische. Rijkswaterstaat hat ein fischgerechtes Schleusenmanagement um sicherzustellen, dass einige Fische die Barriere passieren können. Fischgerechtes Schleusenmanagement ist eine geschickte Art, die Schleusen, die als Durchgänge für Wasser und Schiffe gedacht sind, arbeiten zu lassen.

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Was?

Der Bau des Abschlussdeichs im Jahre 1932 hat den Niederlanden in puncto Sicherheit und wirtschaftlicher Entwicklung viel gebracht, wirkte sich aber negativ auf die Fische aus. Die zwei niederländischen Hauptnaturgebiete – das Wattenmeer und die Zuiderzee – wurden plötzlich getrennt. Die Wege der Wanderfische ins europäische Hinterland wurden blockiert und der Fischbestand sank. Rijkswaterstaat [Generaldirektion für Öffentlichkeitsarbeit und Wassermanagement] hat zu diesem Zweck Messerungen vorgenommen, um sowohl Süß- als auch Salzwasserfischen das Passieren zu ermöglichen.

Fischgerechtes Austragsschleusenmanagement

Der Abschlussdeich hat 25 Leckageleitungen. Hierbei handelt es sich um große Löcher mit Schiebewänden. Diese werden genutzt, um das überschüssige Wasser 2x täglich vom IJseel- ins Wattenmeer zu befördern. In kürzester Zeit fließen dann Millionen Liter Wasser durch diese Schleusen. Bei dieser Gelegenheit können Fische stromabwärts ins Wattenmeer schwimmen, der Strom ist jedoch für die meisten Fischarten zu stark, sodass diese nicht wieder zurück können. Sie können nicht stromaufwärts ins IJsselmeer schwimmen, um ihre Laichstätten oder ihren Jugendlebensraum zu erreichen. Daher öffnet Rijkswaterstaat, im Falle eines geringen Niveauunterschieds, auch einige Austragsschleusen, um somit eine weniger starke Strömung zu generieren. Auf diese Weise ist es auch den schwächeren Schwimmern möglich, zwischen IJssel- und Wattenmeer zu wandern.

Verbesserungen 2014 untersuchte Rijkswaterstaat inwiefern man den Abschlussdeich durch die Nutzung fischgerechter Schleusen für Fische wiedereröffnen könnte. Diese Studie konzentrierte sich auf die Austragungs- und Navigationsschleusen. Eines der Ziele bestand darin, zu untersuchen wie man es auch den schwächeren Schwimmern ermöglichen könnte, zwischen IJssel- und Wattenmeer zu wandern. Die Ergebnisse sind vielversprechend.

Es wurden zusätzliche Messungen vorgenommen; Rijkswaterstaat errichtet eine Fischpassage in Den Oever, und das „Nieuwe Afsluitdijk”-Projekt erarbeitet einen Plan für einen Fischmigrationsfluss in Kornwerderzand.

Partners

RWS

This project is part of Rijkswaterstaat.